Ihre Überlegungen sollen den Einfluss von unterschiedlichen Lebenswelten und -entwürfen, von Utopien und realen Verhältnissen auf die Literatur, Philosophie, Politik und die individuelle Lebensgestaltung bemessen. Dabei werden Konzeptionen des „guten Lebens“ in der deutsch-europäischen Perspektive und des chinesischen Kulturraum verglichen. Die Veranstaltung ist öffentlich, um eine Anmeldung wird gebeten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums hinterfragen die menschliche Suche nach normativer Orientierung und Sinnzusammenhängen sowie das Bedürfnis nach individueller Selbstverwirklichung; sie gehen dem Thema ideengeschichtlich und literaturwissenschaftlich nach. Sie diskutieren beispielsweise über die Lebensreform-Bewegung am Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa, über den Begriff der „Lebenskunst“ bei Nietzsche, die Ambivalenz des Luxus‘ oder auch die Politik und Tragik des chinesischen Staates. Lebenskunst beschränke sich nach dieser Lesart nicht auf die bloße Bewältigung von Alltagsproblemen, sondern sei ein Produkt aus kulturabhängiger Wirklichkeitsdeutung und Sinnkonstruktion, erklärt Dr. Hans Feger, Philosoph und Organisator des Symposiums. Die Auslegung des „guten und sinnvollen Lebens“ erscheine somit bestimmend für das menschliche Handeln und für die Frage nach der Motivation, ein bestimmtes System moralischer Normen zu befolgen.

Die Suche nach dem Guten, Wahren und Schönen, nach dem sinnerfüllten Leben soll als eine anthropologische Konstante über kulturelle und territoriale Grenzen hinweg verstanden werden. In der chinesischen, daoistisch-konfuzianischen Tradition hat die Frage nach dem gelingenden Leben ebenfalls einen zentralen Stellenwert.

Zeit & Ort

Beginn: Freitag, der 3. August um 9.00 Uhr.
Ort: Freie Universität, Institut für Philosophie, Habelschwerdter Allee 30, 14195 Berlin.

Kontakt

PD Dr. Hans Feger, Institut für Philosophie, Habelschwerdter Allee 30,
14195 Berlin, Telefon: +49 30 838 552 87, Fax: (030) 838-567 49, E-Mail: hdfeger@zedat.fu-berlin.de

Anmeldung

Jennifer Pötzsche, E-Mail: jenn@zedat.fu-berlin.de

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