DCHAN-Engineering Industrie-Alumni-Summit in Shanghai und Taicang

Voneinander zu lernen, das steht im Zentrum des deutsch-chinesischen Alumninetzwerks DCHAN-Engineering. Das nunmehr 350 Mitglieder fassendende Netzwerk bringt erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und wissenschaftlichen Nachwuchs mit Vertreterinnen und Vertretern sowohl führender als auch junger Unternehmen aus dem deutsch-chinesischen Umfeld zusammen. Sie alle verbindet eines: das Interesse daran, ihre Kooperationsmöglichkeiten auf möglichst vielfältige und nachhaltige Weise auszuschöpfen. Wie gelungen dabei Wissenschaft und Wirtschaft Hand in Hand gehen können, zeigte der Industrie-Alumni-Summit in Shanghai und Taicang im Dezember 2019.

Über 80 Alumni aus relevanten Industriebranchen und anwendungsorientierten Forschungseinrichtungen beider Länder nahmen an der dreitägigen Veranstaltung teil. Die Organisation lag bei dem an der RWTH Aachen angesiedelten DCHAN-Engineering-Fachnetz. Unterstützt wurde es u.a. von der Technischen Universität Darmstadt, der Universität Stuttgart, der Fraunhofer Gesellschaft, dem Global Advanced Manufacturing Institute des Karlsruher Instituts für Technologie sowie von einschlägigen deutschen und chinesischen Lasertechnik-Unternehmen: TRUMPF China, SLM Solutions und ITTN. Somit bot die Veranstaltung einen besonders praxisnahen und spezifischen Einblick in die Möglichkeiten deutsch-chinesischer Kooperation auf dem Gebiet des Ingenieurwesens.

Welche Mittel und Wege nutzen die deutschen Firmen, um ihre Technologien und Anwendungen mit den breiten Anwendungsgebieten und umfangreichen Märkten in China zu verknüpfen? Welche Erfahrungen haben sie im Bereich der Technikentwicklung und Produktvermarktung in China gemacht? Diese und weitere Fragen wurden von den teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Ingenieuren und Managern angeregt diskutiert.

Gleichzeitig fungierte der Summit als Plattform und Kontaktbörse für kleine und mittlere deutsche Unternehmen, die ihr internationales Profil schärfen und mehr über den chinesischen Markt, aber auch über Unternehmenskultur und Arbeitsatmosphäre vor Ort erfahren wollen. Gerade im Bereich der Digitalisierung und Produktionstechnik gibt es derzeit einige innovative deutsche KMUs, deren Portfolios sich gut für den chinesischen Markt eignen.

Der Industrie-Alumni-Summit bot neben den wichtigen Vernetzungsmöglichkeiten auch den Besuch des TRUMPF China-Werks sowie weiterer Unternehmen, die in Taicang, nordwestlich von Shanghai, ansässig sind. Taicang ist als Zentrum für deutsch-chinesische Unternehmenszusammenarbeit bekannt.

Das Schöne an einem Alumninetzwerk ist, dass man auf seine Kontakte zählen kann. So wurden die Besucherinnen und Besucher bei TRUMPF China von zahlreichen chinesischen RWTH-Alumni willkommen geheißen und ganz persönlich in die Unternehmenskultur eingeführt. Eine vertrauensvollere Basis für die deutsch-chinesische Kooperation in Wissenschaft und Wirtschaft ist kaum denkbar.

Lesen Sie auch den Bericht zum Summit und das Interview mit einer RWTH-Alumna